Matrixcode
Der Datamatrixcode (DMC), oder umgangssprachlich auch nur Matrixcode, ist ein zweidimensionaler Code, der Informationen in Form von kleinen schwarzen und weißen Quadraten speichert. Anders als der klassische Strichcode kann er Daten nicht nur in eine Richtung, sondern in zwei Richtungen aufnehmen. Dadurch lassen sich auf sehr kleiner Fläche vergleichsweise viele Informationen unterbringen. Ein Datamatrixcode kann mit speziellen Lesegeräten oder auch mit vielen Smartphone-Kameras ausgelesen werden.

Entwickelt wurde der Datamatrixcode Ende der 1980er/Anfang der 1990er-Jahre. Ziel war es, eine zuverlässige Kennzeichnung für kleine Produkte und Bauteile zu schaffen, bei denen herkömmliche Barcodes an ihre Grenzen stoßen. Seitdem hat sich der DMC stetig weiterverbreitet und ist heute ein international genormtes und weit verbreitetes System.
Ein großer Vorteil des Datamatrixcodes ist seine Robustheit mittels Fehlerkorrektur. Selbst wenn Teile des Codes beschädigt oder verschmutzt sind, können die gespeicherten Informationen oft noch vollständig gelesen werden. Außerdem kann ein DMC unterschiedliche Arten von Daten enthalten, zum Beispiel Zahlen, Buchstaben oder Kombinationen daraus. Dadurch eignet er sich sowohl für einfache Kennzeichnungen als auch für komplexere Anwendungen.
Außer auf Briefmarken wird der Datamatrixcode in vielen anderen Bereichen eingesetzt. In der Industrie dient er zur Kennzeichnung von Bauteilen und zur Rückverfolgbarkeit von Produkten. In der Medizin findet man ihn auf Medikamentenverpackungen, um Fälschungen zu erkennen. Auch auf Eintrittskarten, Ausweisen oder elektronischen Geräten kommt der DMC häufig zum Einsatz.
