Plattenfehler
Eine Definition von Plattenfehler ist nicht ganz einfach, da dieser Begriff in verschiedenen Bereichen der Philatelie leicht unterschiedliche Bedeutung hat.
Im Prinzip ist ein Plattenfehler ein serieller Markendruckfehler, welcher vom Hersteller der Briefmarken als eine originäre Abweichung beziehungsweise Abnutzung im primären oder sekundären Druckklischee bestätigt wurde.
Lange Zeit betrieb die Deutsche Post diese Bestätigung als philatelistischen Service und man konnte die Bundesdruckerei anschreiben, wenn man in einer gefundenen Abweichung einen Plattenfehler vermutete, und bekam diesen nach Sichtung des Druckklischees dann bestätigt oder auch nicht.
Problematisch ist zudem, dass bei älteren Ausgaben teilweise die Druckklischees nicht mehr vorhanden sind, so dass man bei Neuentdeckungen deduktiv vorgehen muss.
Zu Zeiten der Chromolux-MH in den 1980er Jahren eskalierte die Suche nach Plattenfehlern ziemlich und noch so kleinste Abweichungen wurden als Plattenfehler von Katalogredaktionen und Prüfern akzeptiert. Später wurde dann für Plattenfehler in Markenheftchen die Regel eingeführt, dass die Abweichung mit bloßem Auge erkennbar sein sollte und dem damals zuständigen Prüfer Horst K. Schmidl mindestens 100 Markenheftchen mit dieser Abweichung vorliegen mussten.
Die meisten Sammler und Sammlerinnen werden sich mit den definitorischen Aspekten von Plattenfehlern wohl aber eher nicht beschäftigen und ihre Sammlung einfach danach ausrichten, was die Kataloge als Plattenfehler akzeptieren und auflisten.
Beispiele

Berlin MH 11 PLF II (F2): Punkt rechts unter Kellerfenster 
Bund MH 101 PLF I (F10): Weißer Punkt am Oberschenkel von Obelix
