gestempelt

Aus Markenheftchen

Gestempelte Markenheftchen sind philatelistisch eher ein Randthema.

Es gibt postalisch gesehen keinen Grund, warum Markenheftchen gestempelt werden sollten. Solange es noch Markenheftchenbögen gab, waren diese zur Herstellung von gestempelten Zusammendrucken eindeutig vorzuziehen, da die Briefmarken in den MH durch den halb-manuellen Herstellungsprozess selten ideal gezähnt waren.

Für die meisten Sammler und Sammlerinnen waren gestempelte Markenheftchen damit völlig uninteressant und komplette, gefälligkeitsgestempelte Heftchen aus der Zeit vor den Chromolux-MH sind dementsprechend selten bis sehr selten.

Auch Ersttagsstempel waren lange Zeit lediglich als Tagesstempel erhältlich, da die Marken in den MH in den allermeisten Fällen bereits lange Zeit vor dem Erstausgabetag der Heftchen erhältlich waren. Das erste und lange Zeit einzige offiziell gestempelt erhältliche MH war das sogenannte Cebit-Heftchen (Bund MH 28 b).

Heutzutage sieht die Sache etwas anders aus. Die meisten Markenheftchen und Folienblätter enthalten mittlerweile selbstklebende Sondermarken und werden nun auch offiziell ersttagsgestempelt abgegeben, da der Erstausgabetag von Briefmarken und MH/FB in den allermeisten Fällen identisch ist.